München zensiert Werbung

25 08 2010

München zensiert Werbung des Deutschen Hanf Verbandes auf Bussen.

Dass der Konsum von Cannabis in Deutschlands Bundesländern unterschiedlich geahndet wird, ist den wenigsten bekannt. Fakt ist: die südlichen Bundesländer fahren weitaus schärfere Geschütze auf als die Nordlichter. In Bayern ist die Hatz auf Cannabis-Konsumenten besonders intensiv, dort werden unter anderem auch die höchsten Strafmaße vergeben.

In München sollte deshalb auch die erste pro-Cannabis Anzeige Deutschlands auf Bussen des Öffentlichen Nahverkehrs geschaltet werden. Ähnlich wie die britische “Nice people take drugs” Kampagne, die in 2009 Schlagzeilen in England machte, war auch hier das Ziel, die Leute sowohl zu informieren, als auch zu polarisieren. In München sollte die Schlagzeile “Schluss mit Krimi.- Cannabis normal.” lauten. Verantwortlich für die Kampagne ist der Deutsche Hanf Verband (DHV) zusammen mit der Werbeagentur Berlin.

Es geht um die Reform der Drogenpolitik in Deutschland: Cannabiskonsumenten sollen entkriminalisiert werden, denn die Strafverfolgung ist laut DHV die schlimmste Nebenwirkung des Cannabis-Konsums.

Ca. 5 Busse sollten für den DHV 3 Monate lang in München mit der Botschaft fahren, allerdings hat die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) den Plänen des DHV kurzfristig einen Strich durch die Rechnung gemacht und die Anzeigen verboten. Als einzige Begründung wurde mitgeteilt:

“Sie wissen ja, was der DHV macht”.

Georg Wurth, der Vorsitzende des DHV, beschuldigt die Stadt München der Zensur:

“Der DHV macht keine Werbung für Cannabis. Wir wollen lediglich die heftige Verfolgung von Cannabiskonsumenten in Bayern zur Diskussion stellen. Hausdurchsuchungen und Fingerabdrücke bei kleinsten Cannabismengen in Bayern hat die Kiffer Verfolgung wahnhafte Züge angenommen. Nun unterdrückt die Stadt München das Thema. Sicher auch, weil sie keine guten Argumente für ihre radikale Cannabispolitik hat.”

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Polizeipräsident für alternative Politik

2 02 2010

Der Polizeipräsident von Münster, Hubert Wimber, hält eine Strafverfolgung von Cannabiskonsumenten für weitgehend unwirksam und fordert eine „alternative Drogenpolitik“.
In einem Brief an den Deutschen Hanfverband schreibt Wimber, dass „angesichts der weitgehenden Erfolglosigkeit staatlicher Repression und politischer Unbeweglichkeit eine erneute Initiative aus den Reihen der Polizei und anderer Strafverfolgungsbehörden für eine alternative Drogenpolitik angezeigt ist“, wie der Verband am Donnerstag mitteilte. Er habe jedoch wenig Hoffnung auf eine „Akzentverschiebung“ in der Drogenpolitik der Bundesregierung. Drogenpolitik müsse zuerst Gesundheits- anstatt Kriminalpolitik sein, schreibt Wimber weiter.

Unter anderem kritisiert Wimber, dass in Nordrhein-Westfalen die Bestimmungen zur Verfolgung von Cannabiskonsumenten durch die Herabsetzung der geringen Menge zum Eigengebrauch von zehn auf
sechs Gramm verschärft worden seien. Gleichzeitig wirbt er aber um Verständnis dafür, dass die Polizei die derzeitige Gesetzeslage durchzusetzen habe und nicht einfach „bei Konsumenten und Kleindealern beide Augen zudrücken“ könne. Er kenne aber keine Polizeibehörde, die den „Ameisenhandel“ mit Cannabisprodukten proaktiv verfolge.

Der Sprecher des Deutschen Hanfverbandes, Georg Wurth, kommentierte die Äußerung mit den Worten: „Die Politik sollte gut zuhören, wenn ein Polizeipräsident sagt, dass die Verfolgung von Cannabiskonsumenten eine sinnlose Belastung für die Polizei ist.”

Quelle: focus.de





Neue Protestmailers des Deutsche Hanf Verband

11 09 2009

Deutsche hanf verbandHeute startet eine neue Aktion des DHV-Protestmailers

Diesmal wend das Deutsche Hanf Verband (DHV) sich an Bundeskanzlerin Merkel.
Nach ihrem Amtsantritt hat sie mehrfach betont, sie setze auf die Eigenverantwortung der Bürger. “Lassen Sie uns mehr Freiheit wagen!”  forderte sie in ihrer ersten Regierungserklärung. Dem Spiegel sagte sie: “Vom Grundsatz her bin ich für den mündigen Bürger, der über seine Lebensmöglichkeiten verantwortungsvoll selbst entscheidet.”

Für Cannabiskonsumenten galt unter Merkels Führung aber weiterhin das Gegenteil: Sie wurden entmündigt und durften nicht über ihre Lebensmöglichkeiten verantwortungsvoll selbst entscheiden. Der Verfolgungsdruck für Cannabiskonsumenten hat unter Merkel zugenommen. Einige Bundesländer haben die Regelungen für geringe Eingenverbrauchsmengen verschärft, meist mit CDU-Beteiligung.

Merkel selbst hat sich nie zu Cannabis geäußert. Vielleicht hat sie sich nie ernsthaft mit dem Thema beschäftigt. Das wollen wir ändern!

Mit diesem Protestmailer wollten das DHV Frau Merkel klar machen, dass große Teile der Bevölkerung nicht damit einverstanden sind, dass wegen Hanfblüten immer noch harmlose Bürger verfolgt werden. Wir fordern sie auf, die Verfolgung von Cannabiskonsumenten zu beenden, falls sie noch einmal Bundeskanzlerin werden sollte.

Dieser Protestmailer wird möglicherweise nur bis zur Wahl am 27. September oder bis zur Regierungsbildung laufen, also am besten gleich mitmachen!

http://hanfverband.de/protestmailer/mitmachen_15.html

http://hanfverband.de/








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