3sat-Sendung „Schweizweit“ vom 13.02.08
Part 1
Part 2
3sat-Sendung „Schweizweit“ vom 13.02.08
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Part 2
Am 30. November wird die Cannabis Referendum abgehalten in der Schweiz. Jetzt haben die Bürger in der Schweiz die einmalige Chance, die Hanfpflanze mit all ihren Eigenschaften zu rehabilitieren. Kiffen soll in der Schweiz für erwachsene Bürger erlaubt werden. Der Handel wird geregelt, damit dem Schwarzmarkt auf der Strasse und der damit verbundenen Vermischung von harten und weichen Drogen der Boden entzogen wird.
So wird die Bundesverfassung geändert, wenn das CH-Volk am 30. November 2008 JA stimmt:
Art. 105a (neu) Hanf
Werbung für psychoaktive Substanzen der Hanfpflanze sowie Werbung für den Umgang mit diesen Substanzen sind verboten.
Die Ausarbeitung der nötigen Gesetze oder Verordnungen im Detail obliegt dem Parlament. Dieses muss zwar die oben erwähnten Artikel umsetzen, hat aber einen gewissen Spielraum dabei. Zum Beispiel ist es klar, dass dort, wo mittlerweile nicht mehr geraucht werden darf, zukünftig sicher auch kein Hanf geraucht wird.
JA Stimmen – Mail an ganzes Adressbuch senden – SMS an alle Mobil-Kontakte weiterleiten und: Gewinnen am 30. November!!!
Website des Initiativ-Komitees:
www.projugendschutz.ch
Am 30. November stimmt das Stimmvolk über die Hanfinitiative ab. Einem allfälligen Erfolg oder Misserfolg sehen auch die Organisatoren der CannaTrade gespannt entgegen.
Die Veranstalter der alljährlich stattfindenden Hanfmesse stehen „komplett hinter der Initiative für eine vernünftige Hanfpolitik mit wirksamem Jugendschutz“, wie Ben Arno, Sprecher der CannaTrade, sagt. Entsprechend werben die Veranstalter primär auf ihrer Website sowie „auf sämtlichen anderen Kanälen“ gleichermassen für ein JA zur Hanfinitiative und ein JA zur Revision des Betäubungsmittelgesetzes.
Annahme würde neue Perspektiven eröffnen
Eine Annahme der Initiative durch das Stimmvolk käme laut Arno vor allem sämtlichen Produzenten von Hanfprodukten entgegen. Denn „solange Hanf als Genussmittel verboten ist, stehen alle Hersteller und Anbieter legaler Hanfprodukten in einer Grauzone“, beschreibt Arno die momentane Lage der Hanfbauern. Erst wenn Erwerb und Anbau von Cannabis für den Eigenbedarf sowie der Konsum straffrei werden, seien Bauern wieder in der Lage Hanf anzubauen ohne unmanierlich als Drogenproduzenten bezeichnet zu werden. Darüber hinaus erschliesst sich für die Schweizer Bauern einen neuen Markt. „Nebst Hopfen- und Weinbauern könnten sich nun endlich auch Hanfbauern etablieren“ ist sich Arno sicher. Dies würde insbesondere auch Bauern, die sich in ihrer Existenz bedroht sehen und sich künftig nach alternativen Anbaumethoden umsehen müssen, eine neue Basis bieten. Das wäre „die beste Veränderung für die Schweiz“ bringt es der Veranstalter zuversichtlich auf den Punkt.
Ein Nein als „Absage an Legalität“?
Ein Nein zur Initiative wäre in den Augen Arnos mithin ein vernichtendes Verdikt. Eine Ablehnung würde nicht nur die vielen Aufklärungsversuche und die mit ihnen verbundene Hoffnung zunichte machen, es wäre auch eine Absage an den legalen Handel mit Drogen. Nicht selten würden sich illegale Händler gegen die Hanfinitiative aussprechen, da es ihnen erlaubt, die Preise für die Produkte der Illegalität wegen hoch zu halten um auf diese Weise das grosse Geschäft zu machen.
Aufklären und informieren
Arno macht darauf aufmerksam, dass „Hanf durch gezielte Medienpropaganda in Verruf geraten ist und schliesslich verboten wurde“. Er sieht daher besonderen Handlungsbedarf in der Aufklärung und der Information, zumal es bei der Initiative im Grunde genommen primär um einen effektiven Jugendschutz geht. Dieser wäre in einem kontrollierten Markt bedeutend einfacher umzusetzen. Das Problem kann denn auch nicht alleine auf „Droge“ Hanf reduziert werden. „In einer potentiell süchtigen Gesellschaft steigt der Konsum von Alkohol, Drogen und Medikamenten mit dem Wachstum an Reichtum“ fasst Arno die Problematik um die Diskussion zusammen.
Quelle: bazonline.ch
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