15 Missverständnisse (und 1 Schlussfolgerung) über Cannabis

11 07 2008

1. Weniger Coffeeshops bedeutet auch weniger Cannabiskonsum.

Das stimmt nicht. In den Niederlanden, dem einzigen westlichen Land, in dem in Coffeeshops „legal“ Cannabis verkauft wird, konsumieren 13% der Jugendlichen Cannabis. In Ländern, in denen der Cannabiskonsum streng verboten ist, ist dieser Prozentsatz wesentlich höher: In Belgien, Irland und den USA sind es 17%, in Großbritannien 20% und in Frankreich sogar 22%.

2. Wer Cannabis konsumiert, tut schneller den Schritt zu harten Drogen (Stichwort „Einstiegsdroge“).

An sich stimmt diese Theorie: Wer Whisky trinkt, hat einst mit Bier angefangen und ist wohl kaum direkt von Limonade auf Hochprozentiges umgestiegen. Deshalb ist es auch wichtig, diesen ersten Schritt gar nicht erst zu tun. Die Niederlande sind dabei recht erfolgreich: Nur 12% der Gesamtbevölkerung haben schon einmal Cannabis konsumiert. In den USA sind es immerhin 28% und in Australien sogar 40%. Die Folge: In den Niederlanden ist die Zahl der Konsumenten harter Drogen und die Zahl der Drogentoten geringer.

3. Coffeeshops ermutigen zum Kauf harter Drogen.

Das stimmt nicht. Im Gegenteil: Coffeeshops gewährleisten eine klare Trennung zwischen weichen und harten Drogen. Cannabiskonsumenten bevorzugen gerade die sichere, legale und einladende Atmosphäre der Coffeeshops und meiden die harte, illegale und kriminelle Szene der harten Drogen. Den Rest des Beitrags lesen »